WOZ: Die Nacht im Schanzenviertel 08.07.2017

«Presse?», fragt die Polizistin. «Presse ohne Kamera?». Sie schaut ihren Kollegen ratlos an. «Ja, ich schreibe.» Die beiden winken mich durch ihre Kette. Für einen Moment komme ich mir vor wie ein Journalist aus dem 20. Jahrhundert. Doch vielleicht ist es auch eine Chance, die Ereignisse an diesem Abend im Schanzenviertel nur zu beschreiben. Auf die Fotos der Gewaltszenen, die sich hier ereignen, sind sowieso alle aus. Nicht nur die Polizei trägt ihre Robocop-Anzüge, nicht nur RandaliererInnen ziehen ihre Kapuze hoch, auch die FotografInnen und Kameraleute rennen behelmt herum. Was vor Ort klein wirkt und lokal, wird auf den Tickern der Newsportale bereits zum weltbewegenden Krawall. «Im Schanzenviertel brennen ganze Strassenzüge», heisst es auf meinem Handy. «Es ist wie im Krieg», schreibt «Spiegel Online»…

https://www.woz.ch/blog/blog-vom-g20-gipfel/2017/07/08/die-nacht-im-schanzenviertel-ohne-bild

1 Kommentar zu „WOZ: Die Nacht im Schanzenviertel 08.07.2017“

  1. Also es ist keine Polizeigewalt wenn komplett unbeteiligte, Journalist*innen, Sanis und Anwält*innen von Polizisten gepfeffert und geprügelt werden?

    Und nur weil es anderswo noch viel mehr Polizeigewalt gibt, ist es okay dass das klammheimlich in Deutschland auch passiert?

    Und von wegen so hart an der Realität vorbei, warst du dabei? Kennst du die Realität? Oder ist deine Realität aus der FAZ/Springer-Presse?

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